Wiedehopf (Upupa epops)

Wann zu sehen: Mitte März bis Anfang September

Foto: © Kathrin Hausmann



Wichtige Lebensraumstrukturen: Bruthöhlen (Altbäume, Steinmauern), kurzrasige und vegetationsfreie Flächen

 

Der Wiedehopf ist ein Zugvogel, welcher in Österreich zwar spärlich, aber weit verbreitet anzutreffen ist. In den burgenländischen Naturparken ist er von Mitte März bis Anfang September zu sehen und zu Beginn der Brutsaison auch zu hören. Dabei macht er durch sein dreisilbiges „hup hup hup“ auf sich aufmerksam.

 

Wiedehopfe sind unverwechselbar: sie tragen ein dreifarbiges Federkleid (orange-weiß-schwarz) und einen bunten Federschopf auf dem Kopf, welchen sie bei Bedrohung aufrichten. Der Stinkhahn, wie er früher auch genannt wurde, verschießt zudem ein übelriechendes Sekret wenn sich Feinde zu nahe an ihn heranwagen.

 

Er bewohnt offene, warmtrockene Landschaften und ist im Burgenland vor allem in lockeren Waldrandlagen, in strukturreichen Weingartenlandschaften, in Streuobstwiesen und auf Weiden zu finden. Als Höhlenbrüter benötigt er für die Jungenaufzucht ein reiches Angebot an Hohlräumen, zum Beispiel in alten (Obst-)Bäumen, in Steinmauern oder in Mauerspalten. Auch Nistkästen werden von dieser Vogelart gerne angenommen.

 

Der Wiedehopf verfügt über einen langen, dünnen und leicht gebogenen Schnabel. Er benutzt diesen wie eine Pinzette, um verschiedene Insekten und deren Larven aus dem Boden herauszuziehen. Für die Nahrungssuche ist er daher auf kurzrasige oder vegetationslose Flächen angewiesen, denn nur diese kann er abschreiten und mit seinem empfindlichen Schnabel durchstochern.


SCHUTZSTATUS

Schutzstatus Rote Liste Österreich: Stark gefährdet

 

Schutzstatus Vogelschutzrichtlinien: -

 

Schutzstatus Fauna-Flora-Habitatrichtlinie: -

 

Schutzstatus Berner Konvention: Geschützt